Tierschutzverein Obwalden

Tipps für den Umgang mit "tierischen Ferienfreunde"

Der Schweizer Tierschutz STS bittet Ferienreisende, vierbeinige Urlaubsbekanntschaften nicht spontan aus dem Ausland mitzubringen. Oftmals wird zu spät erkannt, dass die Tiere zu jung, ohne ausreichenden Impfschutz oder bereits schwer erkrankt sind. Ausserdem gilt es die gesetzlichen Einfuhrbestimmungen zu beachten.

 

Wer hat es nicht schon erlebt, die herrenlosen Hunde und Katzen, die am Strand oder in den Hotelanlagen versuchen, ein Futterhäppchen oder ein paar Streicheleinheiten zu ergattern. Um streunenden Tieren jedoch nachhaltig zu helfen, sollten sich Tierfreunde im Ausland immer an den örtlichen Tierschutzverein wenden. Die einschlägigen Adressen sind nach Region und Land aufgelistet und unterwww.worldanimal.net zu finden. Viele Vereine führen nebst Aufklärungskampagnen auch Kastrationen durch. So können sich die Tiere nicht unkontrolliert vermehren und werden vor Tierfängern und der oftmals drohenden Tötung bewahrt. Eine finanzielle Spende vor Ort hilft, die Tierschutzarbeit der lokalen Organisation weiterzuführen.

 

Den Tieren wird auch nicht nachhaltig geholfen, wenn man sie unüberlegt füttert und sie während dem Ferienaufenthalt an sich bindet. Nach der Abreise sind die Tiere wieder auf sich selbst gestellt. Sinnvoller ist es, bei der Hotelleitung auf eine artgerechte Versorgung der Streuner oder auf eine Unterstützung der Kastrationsaktionen zu drängen. Sie sollten jedoch deutlich machen, dass sie keinesfalls mit der Tötung oder Vertreibung der Tiere einverstanden sind, sondern dass ihnen das Wohl der Streuner am Herzen liegt. Wer am Ferienort offensichtliche Tierschutzprobleme feststellt, sollte dies offen ansprechen und die Einhaltung von Tierschutzstandards einfordern.

 

 

Für Rückfragen:

Dr. Eva Waiblinger, Zoologin, STS-Fachstelle Heimtiere,

Telefon 043-322 03 45 oder 076-416 66 80